Farbverlauf
Der Farbverlauf bei gimp ist ein Werkzeug, dass man durchaus brauchen kann, wenn man leere Hintergründe etwas grafisch aufpeppen möchte. Den Farbverlauf gibt es in anderen Bildbearbeitungsprogrammen normalerweise standardmäßig und ist auch in gimp enthalten. Merkmale des Farbverlaufs sind, dass sich zwei oder mehrere Farben ineinander vermischen und in verschiedenen Formen ein Bild füllen können. Möchte man einen Farbverlauf benutzen klickt man auf das Icon „Farbverlauf“ im Werkzeugkasten von gimp. Nun geht es an das Füllen mit dem Farbverlauf. Dabei kann man eine Auswahl, einen Hintergrund oder eine Ebene befüllen. Achten Sie daher bei der Anwendung des Füllen-Werkzeugs darauf, welches Objekt oder welche Auswahl im Moment aktiv ist! Nun klicken Sie mit der Maustaste an den Punkt, an dem der Farbverlauf beginnen soll und ziehen bei gedrückter Maustaste über die Bildfläche um den Farbverlauf zu strecken. Dabei kann man innerhalb des Bildbereiches mit dem Farbverlauf beginnen und ihn beenden – oder man klickt zwei Punkte außerhalb der zu befüllenden Bildfläche an. Im zweiten Fall erscheint der Farbverlauf gestreckter – im ersten Fall gestauchter.
Bevor man jedoch mit dem Befüllen des Objektes beginnt, ist es ratsam sich die verschiedenen Einstellungen beim Farbverlauf zu betrachten. Im Prinzip ist der Farbverlauf so voreingestellt, dass linear, mit den zwei aktiven Farben (Vordergrund- und Hintergrundfarbe), 100% Deckkraft und Modus normal eine Fläche farblich gefüllt wird. Die Einstellungen findet man wie bei den anderen Objekten des Werkzeugkastens in gimp unterhalb der Werkzeuge (1.).
Der Modus (2.) zeigt an, wie sich der angewendete Farbverlauf mit den darunter liegenenden Farben vermischen soll. Bei der Deckkraft (3.) kann man die Transparenz des Farbverlaufes angeben. 100 % Deckkraft bedeutet in dem Fall 0 % Transparenz etc. Soll nun noch ein Hintergrund oder ein Motiv durch den Farbverlauf hin durchscheinen, dann sollte man die Deckkraft von 100 % heruntersetzen, bis man die gewünschte Deckkraft erreicht hat. Bei der Einstellung namens „Farbverlauf“ (4.) kann man angeben, welche Farben beim Farbverlauf benutzt werden sollen. Klickt man den Farbverlaufs-Button an, so öffnet sich gar ein Fenster mit verschiedenen voreingestellten Farbverläufen. Hier kann man auch einen eigenen Farbverlauf hinzufügen und speichern dazu möchte ich jedoch in einem anderen Tutorial näher eingehen. Bei Versatz (5.) kann man die Farbübergänge festlegen. 0 steht für einen weichen Farbübergang und 100 für einen harten Farbübergang.
Unter Form kann man die Form (6.) des Farbverlaufes bestimmen. Linear ist standardmäßig eingestellt. Nun kann man auch folgende Formen auswählen: Bi-Linear, Kreisförmig, Quadratisch, Konisch, Formangepasst, Spirale. Bei der Wiederholung (7.) geht es darum, dass man die Form (6.) nochmal wiederholen lassen kann. Die Auswahl „Sägezahnwelle“ erstellt einen harten Übergang. Bei der Einstellung „Dreieckswelle“ wird der Übergang weich dargestellt. Durch die Rasterung werden die Übergänge noch weicher. Diese Einstellung sollte angeklickt sein, wenn man das Bild zum Druck geben möchte. Die „Anpassende Hochrechnung“ bedeutet sozusagen Antialiasing und sollte aktiviert werden, wenn die Kanten zu hart erscheinen.