Lasso-Auswahl

Die Auswahl in gimp mit dem Lasso brauche ich immer dann, wenn es um präzise ausgeschnittene Bildbereiche in einem Foto geht. Das Freilegen von Objekten kann mit dem Lasso pixelgenau durchgeführt werden. Möchte man genau arbeiten, dann gilt es jedoch vor allem den Zoom richtig einzustellen. Denn erst mit einem richtig eingestellten Zoom lassen sich Pixel Punkt für Punkt erfassen und markieren. Die Modi bei der Lasso-Auswahl sind die gleichen wie bei der „rechteckigen Auswahl“ (Aktuelle Auswahl ersetzen, Zur aktuellen Auswahl hinzufügen, Von der aktuellen Auswahl abziehen, Auswahlschnittmenge bilden ).

Die Optionen, die bei der Lasso-Auswahl in gimp ausgewählt und eingestellt werden können sind: „Kanten glätten“ und „Kanten ausblenden“.  „Kanten glätten“ ist standardmäßig in der gimp Auswahl angeklickt. Diese Option kann auch als Antialiasing bezeichnet werden und bewirkt bei rundlichen Auswahlbereichen, dass die Ränder nicht so zackig oder eckig erscheinen, sondern einfach einer Glättung unterzogen werden. Die Option „Kanten ausblenden“ ist mit einer Radiuseinstellung ausgestattet. Zweck dieser Option ist es, das ausgewählte Objekt von den Rändern her transparent erscheinen zu lassen. Nützlich ist die Glättung der Kanten, damit ausgeschnittene Kanten nicht so pixelig erscheinen und auch kleine Auswahlfehler wie Farbübergänge durch die Transparenz ausgeblendet werden können.  In den nächsten Schritten möchte ich anhand eines Beispiels darstellen, wie man effektiv mit dem Lasso-Werkzeug in gimp umgehen kann.

Tutorial Lasso- Auswahl in gimp

Gimp Lasso AuswahlVorab schalte ich mir zur Vereinfachung der Bearbeitung das Navigationsfenster ein. Das ist beispielsweise über „Fenster“ > „andockbare Dialoge“ > „Navigation“ möglich. Dort stelle ich mir einen Zoomfaktor ein, der mir die punktgenaue Bearbeitung erleichtert (z.B. 300%). Nun klicke ich im Werkzeugkasten auf die „Lasso“ Auswahl. Anschließend setzte ich im Bild meinen ersten Lassopunkt. Zieht man die Maus von dem gesetzten Punkt weg, so zieht man eine Linie davon weg, die an dem Anfangspunkt „klebt“ und sich in alle Richtungen ziehen lässt. Nun umrandet man Punkt für Punkt das auszuwählende Objekt und schließt am Anfangspunkt ab (1). Hat man die Auswahl am Anfangspunkt wieder abgeschlossen, so erscheint die Auswahl in einer Strichlinie und hebt sich vom restlichen Bild hervor (2.). Im nächsten Schritt kopiere ich die Auswahl und füge sie der Sichtbarkeit halber in eine leere Oberfläche ein(3.).  Im Punkt 2. - Strichlinien-Darstellung kann man noch die Optionen bei dem Auswahlwerkzeug wählen und einstellen. Wer sich die Auswahl sichern möchte, kann diese „Auswahl in Kanal speichern“ und bei Bedarf wieder aufrufen.